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Schneckendorf

Die geschichtliche Entwicklung von Schneckendorf

 

Schneckendorf wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts vermutlich “Wenzlausdorf” genannt und gehörte 1365 zu Trübau. Im Jahre 1408 erscheint es unter dem Namen “Dorfflss” bei Krönau. 1464 erscheint die tschechische Form “Dorflik”. 1548 wird der Ort noch so genannt, auch “Dorfflik prope Chrzenowe” oder “Crenaw Dorfflss dobey”. Aber im Urbar vom Jahre 1657 tritt er schon unter dem Namen “Schneckendörfl” auf.

Schneckendorf (Seehöhe 407 m) liegt 2 km südlich von Krönau an der Bezirksstraße und an dem von Johnsdorf herabkommenden Bach am Fuße des Mühlbusch (508 m). Das Dorf erstreckt sich von Norden nach Süden und zählte 1939 in 33 Häusern 238 deutsche Einwohner (122 männlich, 116 weiblich), welche nach Krönau eingepfarrt und eingeschult waren.

Schneckendorf liegt an der Glatzer Steig Brünn, Schlettau, Briesen, Krönau, Trübau, Triebendorf, Tattenitz nach Glatz. Der Ort wurde als ein zur Herrschaft Trübau gehöriges Dorf im Jahre 1365 urkundlich erwähnt und im Jahre 1408 vom Erbanfallsrechte entbunden. Bei der im Jahre 1657 stattgefundenen Einteilung der Gründe in Lahnen bestand Schneckendorf aus 10 Bauerngründen und einem Häusler, welch erstere in ihrer bei der Landeshauptmannschaft eingebrachten Fassion 5 Lahn und 6 Ruthen Ackerausmaß einbekannten, welches Ausmaß von der Revisions-Kommission auf zwei Lahn und 103 Metzen zur Versteuerung ausgeworfen wurde, wofür die dortigen Ansassen maonatlich 6 Gulden als Kontribution zu entrichten hatten.

Nach der durch Schwoy im Jahre 1792 erfolgten Ortsbeschreibung bestand Schneckendorf aus 24 Häusern mit 183 Menschen. Nach der Josefinischen Vermessung wurde bei dieser Gemeinde ein Ausmaß von 200 Joch geringes Ackerland vorgefunden. Bei der Katastral-Vermessung im Jahre 1835 war dort ein Flächenausmaß von 486 Joch und 1460 Quadratklaftern ermittelt. Bei der Volkszählung im Jahre 1858 wurden 259 männliche und weibliche Einwohner gezählt. Die Requisitionen in der Preußeninvasion vom Jahre 1866 beliefen sich auf 826 Gulden 58 Kronen.

Der Name “Schneckendorf” ist jüngeren Datums. Da ein “schnecken, schnacken” in der Bedeutung “den Boden bearbeiten, ackern, pflügen” in der dortigen Gegend nicht vorkommt, ist ein diesbezüglicher Zusammenhang nicht aufrecht zu erhalten. Im übrigen ist die Zuhilfenahme von “Schnecke”, mittelhochdeutsch: “snecke”, althochdeutsch: “snecko", gar nicht so abenteuerlich, denn gerade das Schneckenessen war in dieser Gegend keine Seltenheit.

 

(Alfred Effenberger)

Bilder von Schneckendorf

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